Welche Farben sollte man zuerst kaufen?

Welche BH-Farben kaufst du zuerst – und warum die Antwort nicht „Schwarz“ ist

Die meisten Frauen kaufen zuerst Schwarz. Schwarz fühlt sich sicher an. Schwarz sieht teuer aus. Schwarz passt immer – das ist die Idee. Aber dann stehst du vor dem Spiegel in deiner weißen Bluse, und der BH leuchtet durch wie eine Schlagzeile.

Die Frage nach der richtigen Farbe ist eigentlich eine Frage nach Funktion: Was trägst du über dem BH? Und was siehst du dann noch?

Das Hauton-Prinzip – warum Nude nicht gleich Beige ist

Der unsichtbarste BH unter Kleidung ist nicht Weiß. Er ist der, der deinem Hautton am nächsten kommt. Unter einem weißen T-Shirt verschwindet ein heller Nude-Ton fast vollständig – während Weiß einen deutlichen Kontrast zur Haut bildet und genau dadurch auffällt.

Nude ist kein Farbton, sondern ein Konzept. Für sehr helle Haut liegt das oft im Elfenbein oder Rosé-Beige. Für mittlere Hauttöne ist es eher ein warmes Karamell. Für dunkle Haut funktionieren Töne im Bereich von Zimt bis Schokoladenbraun – und diese Farben werden von vielen Marken noch immer viel zu selten angeboten, was eine echte Versorgungslücke ist.

Drei BHs nebeneinander in Elfenbein, Karamell und dunklem Zimt – jeweils unter einem weißen dünnen Stoff gehalten, Vergleich der Sichtbarkeit von vorn

Schwarz: für was es wirklich taugt

Schwarz ist nicht die universelle Lösung – aber es ist die richtige Wahl für dunkle Oberteile. Unter einem schwarzen Pullover, einem marineblauen Kleid oder einem tief burgunderroten Top verschwindet ein schwarzer BH. Unter einem weißen Hemd macht er das Gegenteil.

Wenn du zwei BHs besitzt, sollte einer in deinem Nude-Ton sein und einer in Schwarz. Damit deckst du den Alltag ab: helle Kleidung und dunkle Kleidung. Alles andere ist Ergänzung.

Die Farbreihenfolge, die wirklich Sinn ergibt

Denk nicht in Lieblingsefarben, denk in Tragefrequenz. Was ziehst du am häufigsten an? Meistens ist die Antwort: helles Oberteil, mittleres Oberteil, gelegentlich etwas Dunkles. Daraus ergibt sich:

  • Zuerst: Ein BH in deinem Nude-Ton – der Unsichtbare für helle und mittlere Oberteile
  • Zweiter: Schwarz – für dunkle Oberteile und Abendgarderobe
  • Dritter: Ein Weiß oder sehr helles Grau – für speziell weiße, transparente oder sehr dünne Stoffe, wenn Nude durch den Stoff zu warm wirkt
  • Ab dem vierten: Freie Auswahl – hier beginnen Farbe und Muster als eigene Kategorie, die Freude macht statt Funktion löst

Wann Farbe und Muster keine schlechte Wahl sind

Ein gemusterter BH unter einem dichten Strickpullover ist genauso unsichtbar wie ein schwarzer. Wenn du weißt, dass du ihn nur unter Kleidung trägst, die nichts durchscheinen lässt, spielt die Farbe des BHs keine Rolle mehr. Dann darf es das Blumenprint-Modell sein, das du schön findest.

Die Farbregel greift nur bei dünnen, hellen oder anliegenden Stoffen. Bei allem anderen trägst du im Grunde für dich selbst – und da ist jede Farbe richtig.

Seitenansicht einer Frau im weißen Hemd – linke Seite mit beigem BH (kaum sichtbar), rechte Seite mit schwarzem BH (deutlich sichtbar als Kontrast unter dem Stoff)

Ein letzter Gedanke zum Einstieg

Wenn du gerade neu in deine Größe eingekauft hast – oder zum ersten Mal ein Modell trägst, das wirklich sitzt – kauf es zuerst in Nude. Dann in Schwarz. Alles andere kommt, wenn du weißt, dass Form und Passform stimmen. Eine tolle Farbe an einem BH, der schlecht sitzt, hilft dir nichts. Aber ein BH, der sitzt, verdient es, in mehreren Farben in deiner Schublade zu liegen.

Schreibe einen Kommentar